Ohne IT läuft fast nichts mehr. Das gilt in Unternehmen, Schulen und Spitälern ebenso, wie im eigenen Zuhause. Informatikerinnen und Informatiker sind die Profis hinter den Systemen, Programmen und Netzwerken, die unseren Alltag am Laufen halten. Ob ein Server ausfällt, eine App entwickelt wird oder ein ganzes Unternehmen neue IT-Strukturen braucht: Sie finden die Lösung.
Der Beruf ist sehr vielseitig und bietet nicht nur sichere Zukunftsaussichten, sondern auch viel Raum für Spezialisierung. Wer technikaffin ist, gerne tüftelt und logisch denkt, kann sich hier in spannenden Aufgaben verlieren und Informatiker oder Informatikerin richtig Karriere machen.

Die Informatik-Lehre: Vier Fachrichtungen, vier Wege
Die Lehre als Informatiker/in EFZ dauert vier Jahre und ist in verschiedene Fachrichtungen unterteilt. Schon bei der Bewerbung entscheidest du dich für eine davon:
- Applikationsentwicklung: Hier dreht sich alles um das Programmieren. Es werden Software, Apps und Tools entwickelt, getestet und für reibungslose Abläufe gesorgt.
- Plattformentwicklung: Diese Richtung ist ideal für Hardware- und Netzwerk-Fans. Hier geht es darum, Server aufzubauen, Systeme zu konfigurieren und dafür zu sorgen, dass IT-Infrastrukturen stabil laufen.
- Betriebsinformatik: Eine Kombination aus Technik und Organisation: Man unterstützt Benutzer und Benutzerinnen, löst IT-Probleme, betreut Systeme und plant kleinere IT-Projekte.
- Cybersecurity: Hier geht’s um Sicherheit. Diese Fachleute können Netzwerke absichern, Angriffe erkennen, Daten schützen.
Die Ausbildung zur Informatikerin oder zum Informatiker findet dual statt, im Betrieb und an der Berufsfachschule. Zusätzlich gibt es überbetriebliche Kurse, in denen praktische Skills vertieft werden. Beliebt sind insbesondere Applikationsentwicklung und Betriebsinformatik, weil man da oft an sichtbaren Lösungen mitarbeitet oder direkt mit Menschen zu tun hat.



Passt eine Karriere als Informatiker zu mir?
Viele denken, man müsse in der Informatik ein Mathe-Genie sein, aber das stimmt so nicht. Viel wichtiger sind logisches Denken, Interesse an Technik, Geduld beim Lösen von Problemen und die Fähigkeit, sich auch mal selbst etwas beizubringen. Denn in der IT ist ständiges Lernen Teil des Jobs.
Gute Informatiker und Informatikerinnen sind oft ruhig, fokussiert und ausdauernd, aber auch teamfähig, wenn es um die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen oder Kunden geht. Wer sich gerne in ein Problem verbeisst und nicht aufgibt, bis es gelöst ist, bringt die richtige Haltung mit.

In welchen Bereichen arbeiten Informatiker und Informatikerinnen?
Informatik umgibt uns überall. Das macht den Beruf so zukunftssicher und so vielseitig. Lehrstellen gibt es bei:
- IT-Firmen (Softwareentwicklung, Netzwerke, Beratung)
- Grossunternehmen (z. B. Banken, Versicherungen, Industrie)
- Verwaltungen und Schulen
- Spitälern und Gesundheitswesen
- Start-ups und Agenturen
- Telekommunikations- und Medienunternehmen

Was verdient man während der Lehre als Informatiker?
Die Löhne in der Informatiklehre sind vergleichsweise hoch. Sie betragen durchschnittlich:
- 1. Lehrjahr: ca. CHF 850 – 1’100
- 2. Lehrjahr: ca. CHF 1’000 – 1’300
- 3. Lehrjahr: ca. CHF 1’200 – 1’600
- 4. Lehrjahr: ca. CHF 1’500 – 1’800
Nach der Lehre liegt der Einstiegslohn bei ca. CHF 5’000 – 6’000 brutto, mit viel Potenzial nach oben.

Und welche Möglichkeiten gibt es nach der Informatiklehre?
Die Entwicklungsmöglichkeiten in der Informatik sind riesig. Nach bestandener Lehre kann man sich zum Beispiel weiterbilden als:
- Informatiker/in mit eidg. Fachausweis
- Techniker/in HF
- Bachelor an der Fachhochschule (z. B. in Informatik, Cybersecurity, Data Science)
- Spezialisierungen in Bereichen wie KI, Cloud, IT-Support, DevOps, UX, u. v. m.
Auch ein Wechsel in andere Branchen ist gut möglich, denn, wie bereits erwähnt: IT-Wissen wird überall gebraucht.

Warum sich eine Lehre als Informatiker/in EFZ lohnt
Wenn du gerne mit Computern arbeitest, neugierig bist, Herausforderungen magst und lieber Lösungen findest, statt Probleme zu suchen, dann lohnt es sich, diesen Beruf genauer anzuschauen. Es ist ein Job mit Zukunft, mit viel Selbstständigkeit, aber auch mit Verantwortung, zudem verspricht er gute Verdienstmöglichkeiten.
Viele junge Menschen schätzen an der Informatiklehre, dass sie konkret und logisch ist und dass man direkt sieht, was man geschaffen oder gelöst hat. Und das macht richtig Spass.








