Für neue Lehrlinge ist der erste Arbeitstag ein grosser Moment – aufregend, vielleicht ein bisschen überwältigend und voller Fragen. Dieser Tag bleibt meist lange in Erinnerung. Er prägt nicht nur den ersten Eindruck vom Betrieb und vom Team, sondern kann auch den weiteren Verlauf der Ausbildung mitbestimmen. Wenn der Einstieg gut gelingt, entstehen Vertrauen und Motivation und somit eine gute Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Wer sich von Anfang an willkommen fühlt, findet sich schneller zurecht und bringt sich mit Freude ein. Im Idealfall geht Ihr Lehrling mit vielen interessanten Eindrücken, einem guten Gefühl und der Vorfreude auf den nächsten Tag nach Hause.
Gut auf den Start des neuen Lehrlings vorbereiten
Der Lehrstart beginnt nicht erst am ersten Morgen. Wenn Sie ein paar Dinge im Voraus organisieren, fühlt sich Ihr neuer Lehrling gleich gut aufgehoben. Ein klarer Tagesplan, ein vorbereiteter Arbeitsplatz mit den nötigen Materialien und vielleicht sogar eine kleine Willkommensmappe mit Infos zum Betrieb und Team – all das erleichtert den Start. Informieren Sie auch Ihr Team rechtzeitig: Name, Startdatum und Funktion des neuen Gesichts. Ein kurzer Willkommensgruss vorab, ob per Mail oder persönlich, zeigt: Wir freuen uns, dass du kommst!

Der erste Lehrtag – ein Tag, der in Erinnerung bleibt
Am ersten Tag sollte der Lehrling persönlich und herzlich empfangen werden, idealerweise durch die Berufsbildnerin oder den Berufsbildner. Ein Rundgang durch den Betrieb schafft Orientierung, besonders wenn dabei gleich das Team vorgestellt wird. Auch kleine Hilfen wie ein Organigramm oder Namensschilder machen vieles einfacher. Planen Sie den Tag gut durch: mit ersten, überschaubaren Aufgaben, spannenden Einblicken und genug Zeit für Fragen. Schön ist es auch, wenn jemand als Bezugsperson oder Pausenbegleitung zur Seite steht. Und am Ende des Tages? Ein kurzes Gespräch hilft, erste Eindrücke zu besprechen und Unsicherheiten abzubauen.

Einen guten Start im Lehrbetrieb ermöglichen
Ein Firmenshirt, ein Notizbuch oder einfach ein freundliches „Schön, dass du da bist“ – kleine Gesten können viel bewirken. Noch wichtiger ist aber eine offene, wertschätzende Atmosphäre. Denken Sie daran: Viele Lehrlinge sind jung und betreten mit dem ersten Tag bei Ihnen eine völlig neue Welt. Mit ehrlichem Interesse, einem offenen Ohr und etwas Herzlichkeit bauen Sie schnell Vertrauen auf. Auch die Einladung zur gemeinsamen Pause ist oft mehr wert als jedes Willkommensgeschenk.

Das Team mit ins Boot holen
Natürlich tragen Sie als Berufsbildnerin oder Berufsbildner die Hauptverantwortung – aber ein gelungener Einstieg ist Teamarbeit. Wenn Ihre Mitarbeitenden auf den neuen Lehrling zugehen, sich vorstellen und echtes Interesse zeigen, entsteht ein Umfeld, in dem man sich wohlfühlt. Besonders hilfreich ist es, wenn ein erfahrener Lehrling als Gotti oder Götti zur Seite steht. Gleichaltrige nehmen einander oft besonders gut wahr – das schafft Nähe und senkt die Hemmschwelle bei Fragen. Lehrlinge merken schnell, ob sie wirklich willkommen sind oder nur „mitlaufen“.

Begleitung des Lehrlings endet nicht nach dem ersten Tag
Ein guter Start ist wichtig – aber die echte Begleitung beginnt danach. Ein strukturierter Einarbeitungsplan über die ersten Wochen gibt Sicherheit und macht Lernfortschritte sichtbar. Regelmässige Gespräche, Feedback und klare Erwartungen schaffen Orientierung. Zeigen Sie auch kleine Fortschritte auf. Positives Feedback motiviert und stärkt das Selbstvertrauen. Wer jungen Menschen Zeit, Aufmerksamkeit und echtes Interesse schenkt, legt den Grundstein für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Fazit: Der erste Tag entscheidet nicht alles, aber er wirkt lange nach. Wenn Sie ihn bewusst und mit Herz gestalten, fühlt sich Ihr Lehrling von Anfang an als Teil des Teams. Mit Vorbereitung, Offenheit und einem unterstützenden Umfeld entsteht schnell eine positive Dynamik – und aus dem neuen Gesicht wird bald ein engagiertes Teammitglied.








